Bestimmt war es Zufall. Er hatte bereits die Schuhe in den Umkleideschrank gestellt und knöpfte gerade sein Hemd auf, als sie um die Ecke bog. Der Automat am Eingang zur gemischten Umkleide für Frauen und Männer hatte für sie den Schrank genau gegenüber seinem ausgewählt. Sie wechselten einen kurzen Blick und ein verlegenes Lächeln. “Entschuldigung” murmelte sie, als sie hinter ihn trat und ihre Saunatasche auf die Bank vor ihrem Schrank bugsierte. “Kein Problem” erwiderte er, kehrte ihr den Rücken zu und widmete sich wieder den Knöpfen seines Hemdes.
Stille. Sie waren nur zu zweit in der Umkleide. Er zog das Hemd aus, hängte es in den Schrank, öffnete den Gürtel, ließ die Hose zu den Füssen gleiten und dem Hemd in den Schrank folgen. Dann hielt er inne. Hinter ihm raschelte es, sie suchte wohl etwas in ihrer Tasche. Er überlegte einen Moment: Was als nächstes, Socken, Unterhose oder Unterhemd? Er entschied sich für die Unterhose, streifte sie zu den Knöcheln hinunter, stieg hinaus, hob sie auf und legte sie in den Schrank. Dabei nahm er seine Geldbörse aus der Hose dort und öffnete sie, als ob er darin etwas suchen wollte. Er schloss aber die Augen, blieb in Socken und Unterhemd vor dem Schrank stehen und hörte auf die Geräusche in seinem Rücken. Er stellte sich vor…
… Wie sie ihre feinen Lederstiefel auszieht, sich dafür vorbeugt. Innehält, um in Ruhe seinen Hintern zu betrachten. Einen Blick zwischen seine Schenkel auf seine Hoden wirft. Tief einatmet, sich auf die Bank setzt, ihre Bluse aufknöpft. Dabei seinen Rücken ansieht und den Ansatz des Unterhemdes über seinem Po, den Streifen Härchen dort. Was sucht er wohl die ganze Zeit in der Geldbörse? … Die Bluse ablegt, mit beiden Händen den Spitzen-BH öffnet, die Träger über ihre Schultern gleiten lässt, beinahe wie zufällig dabei über ihre festen Brustwarzen streicht und den BH zur Bluse legt. Aha, nun hat er die Geldbörse gegen das Handy getauscht… Wie sie aufsteht, den Rock, die Strumpfhose auszieht und dann ihren Schlüpfer, hoppla, gut dass sie heute eine Slipeinlage genommen hat. Die zupft sie nun aus dem Slip, zieht ihren Bademantel an, steigt in die Flipflops, verstaut ihre Kleidung im Schrank und macht sich auf den Weg zur Damendusche…
Als er sie gehen hörte, legte er das Handy zurück in den Schrank, Unterhemd und Socken dazu, Schlang das Handtuch um die Hüfte und folgte ihr zu den Duschen. In der Herrendusche war er allein. Er hielt kurz den Kopf unter die Brause, drückte dann etwas Shampoo in die Hand und rieb es sich in die Haare. Beinahe ein Jahr lebte er nun allein. In den ersten Monaten nach der Trennung war er sicher, nie wieder etwas mit einer Frau anfangen zu wollen. Inzwischen war er sich nicht mehr so sicher.
Als er sie vorhin auf dem Weg vom Parkplatz das erste Mal sah, musste er unwillkürlich einen Moment stehenbleiben. “Es gibt doch wirklich ausgesprochen hübsche Frauen” ging ihm durch den Kopf, als sie ein paar Meter vor ihm aus ihrem Wagen stieg, die Tasche aus dem Kofferraum nahm und sich auf den Weg zur Sauna machte. Ihr geschmeidiger Gang, der hübsche Po unter dem enganliegenden Rock, der dezente, aber verlockende Hüftschwung, die taillierte Jacke, die hochgesteckten Haare, der appetitliche Nacken … Er konnte sich nicht erinnern, wann er zuletzt eine so attraktive Frau gesehen hatte. Nun unter der Brause legte er den Kopf zurück, schloss die Augen und stellte sich vor…
… wie sie sich zu ihm in die Herrendusche schleicht. Ihm von hinten die Hände auf die geschlossenen Augen legt und leise “die bleiben zu!” fordert. Ihm das Duschgel aus der Hand nimmt. Seine Hüften umfasst und ihn sanft aber bestimmt umdreht. “Vorbeugen und die Arme an die Wand” flüstert. Sich hinter ihn stellt. Beginnt, seine Achseln, seinen Rücken, seine Schenkel, seinen Hintern einzuseifen. “Die Beine weiter auseinander” verlangt um mit der Hand zwischen seine Pobacken zu fahren. Mit dem seifeglatten Mittelfinger ein wenig in ihn eindringt. Wie er leise aufstöhnt und sie mit “Schhhhh” reagiert. “Wir wollen doch ganz sauber in die Sauna gehen?” Von hinten seine Hoden berührt, mit ihnen spielt, sie streichelt, sie wiegt. Eine Hand nach vorne führt, nach seinem Penis tastet. Die Vorhaut ganz zurückgestreift hält, sich von hinten an ihn schmiegt und mit der anderen Hand langsam seine Eichel einseift, dabei mit der Fingerspitze hinter dem Eichelkranz entlangfährt …
Ein Räuspern ließ ihn hochschrecken. Er war nicht mehr allein in der Herrendusche. Ein Blick nach unten verriet ihm, dass seine Gedanken nicht völlig ohne Wirkung auf sein Gemächt geblieben waren. Immerhin hatte er die Hände bei seinen Haaren gelassen, so dass sich die Peinlichkeit in Grenzen hielt. Er spülte Shampoo und Seife ab, schlang das Handtuch um und ging hinüber in den Saunabereich. Eine Weile begegneten sie einander nicht. Die Anlage war recht weitläufig, es gab einen Innen- und einen Außenbereich mit mehreren Saunen, Becken und Dampfbädern, einigen Restaurants und Ruheräumen.
In einem dieser Ruheräume lag er nach dem zweiten oder dritten Saunagang und immer wieder schob sich ihr Gesicht in seine Gedanken. Die feinen Locken an der ein wenig ernsten Stirn, die sanft geschwungenen Brauen, die niedliche Nase, die tiefgründigen geheimnisvollen Augen, die verführerischen Lippen … er seufzte leise und sah auf die Uhr. Vermutlich würde er sie nie wieder sehen. Bald war Feierabend, aber für einen Saunagang war noch Zeit.
Bestimmt war es wieder Zufall. Er saß bereits einige Minuten allein in der Sauna, als sie hereinkam und ohne ihn anzusehen die Bank ihm gegenüber ansteuerte. Als sie dort ihr Handtuch ausbreitete und sich darauf setzte, schaute sie zu ihm herüber. Ihre Miene schien sich ein wenig aufzuhellen, dann räusperte sie sich, zog die Knie vor ihre Brüste und setzte sich ein wenig seitwärts, so dass ihm auch der Blick zwischen ihre Beine verwehrt blieb. Er lächelte zurück, ließ den Kopf sinken und schloss die Augen. Sie war so hübsch. Und so sexy. Ober er sie ansprechen sollte?
Als er nach ein oder zwei Minuten den Kopf wieder hob und die Augen öffnete, hatte sie sich auf die Seite gelegt, mit geschlossenen Augen und mit angezogenen Knien, aber so, dass ihr Po zu ihm zeigte und er einen kurzen Blick auf die Lippen zwischen ihren Schenkeln wagen konnte. Er musste schmunzeln und vermutete, dass sie sich wohl fühlte, wenn sie sich nun so freizügig positionierte.
Beide schraken sie auf, als sich die Tür öffnete und drei Männer die Sauna betraten. Sie waren etwas jünger, muskulös, hielten die Handtücher vor der Brust und sahen sich um. Alle drei waren beschnitten und selbst als Mann fiel ihm auf, dass es sich bei ihren Schwänzen um ausgesprochen ansehnliche Exemplare handelte. Der große mit dem stattlichsten Penis schien auch der Anführer zu sein. Er nickte kurz in die Richtung ihrer Bank und forderte mit dieser Geste die beiden anderen auf, ihm zu folgen. Sie hatte den Blick auf den Schwanz des Großen geheftet, aber als der immer näher kam, sah sie kurz auf und drehte sich dann längs auf den Bauch, den Kopf auf den Unterarmen, den Blick zum Saunaofen.
Der Große und der dunkelhaarige der beiden anderen setzten sich auf die Bank über der ihren ein wenig rechts von ihr, der blonde setzte sich zu ihren Füssen links neben sie auf ihre Bank und sah zwischen ihre Beine. Die anderen beiden starrten von rechts oben unverblümt auf ihren Hintern. Sie bekam davon vermutlich nichts mit, denn sie hatte die Augen geschlossen und den Kopf ihm zugewandt auf die Seite gelegt. Auch er schloss die Augen und stellte sich vor …
… Wie der Große den beiden anderen zunickt. Wie der blonde links von ihr unvermittelt ihre Fersen umfasst. Wie sie aufschrickt, sich umsieht, ihre Füße nicht freibekommt und sich auf alle Viere kniet. Zu ihm herübersieht, mit aufgerissenem Mund und hilfesuchendem Blick. Wie er schulterzuckend ihren Blick erwidert und leise ‘Das muss jetzt so sein’ zu ihr hinüber flüstert. Wie sie verzweifelt aufstöhnt, den Kopf in den Nacken nimmt, die Augen schließt. Wie der Dunkle von oben sich zu ihrem Hintern hinunter beugt und ihre Pobacken auseinander zieht. Wie der Blonde, der ihre Fesseln hält, sich nach vorne beugt und seine Zunge zwischen ihre Pobacken schiebt, dabei seinen erigierten Penis an ihrer Wade reibt.
… Wie der Große sich vor sie kniet, mit der einen Hand ihre Haare im Nacken und der anderen Hand ihr Kinn hält. Langsam aber bestimmt seine pralle Eichel zwischen ihre Lippen, seinen Penis in ihren Mund schiebt. Wie der Blonde hinter ihr mit seiner Zunge über ihren Damm, ihren Anus streift. Wie der Dunkle von oben hinuntersteigt, sich neben ihre Bank stellt und ihre Brust anfasst, mit der anderen Hand sein steifes Glied streichelt. Wie sie aufgrunzt und zittert, als der Große in ihren Mund spritzt, der Samen aus ihren Mundwinkeln tropft.
… Wie der Blonde hinter ihr die Finger langsam aus ihrer Scheide zieht, der Dunkle neben ihr auf ihren Rücken ejakuliert. Wie der Große sich vor sie auf den Rücken legt und sie auf sich zieht. Wie er mit seinem noch immer steifen Schwanz in sie eindringt und ‘weiter geht’s’ zu ihr sagt. Wie der Blonde hinter ihr sie nach vorn beugt und ihren Po bearbeitet. Wie der Dunkle vor sie steigt und seine samenverklebte Eichel an ihrer Wange, ihrer Stirn, in ihren Haaren reibt. Wie sie immer wieder zu ihm hinüberblickt und dabei wortlos sagt: ‘Ja, so muss es jetzt sein’…
Als er die Augen wieder öffnete, war sie fort. Die drei jungen Männer saßen noch auf ihren Plätzen, zwei blickten teilnahmslos auf den Saunaofen, einer hatte die Augen geschlossen, alle drei schwitzen vor sich hin. Er grinste. Der Große grinste zurück. ‚Zwei Doofe, ein Gedanke‘, kam ihm in den Sinn. Dann machte er sich auf, verließ die Sauna und ging zu den Herrenduschen. als er in die Umkleide kam, schloss sie gerade ihren Schrank und nahm ihre Tasche unter den Arm. Sie war bereits angezogen.
Er behielt das Handtuch um die Hüften und nickte ihr zu. Sie nickte zum Abschied zurück, machte einen Schritt in Richtung Tür, drehte sich aber nochmal um. „Sind Sie öfters hier?“ fragte sie. Sein Herz machte einen Sprung. „Ja, immer mal wieder.“ erwiderte er und hielt sein Handtuch fest vor sich. „Kann man hier in der Nähe schön etwas trinken gehen? Ich habe ziemlichen Durst und kenne mich in der Gegend gar nicht aus.“ Einen Moment war sein Kopf wie leergefegt. Sie grinste. Er besann sich. „Ja klar, geht sogar zu Fuß, ist nicht weit, wenn Sie am Ausgangs links in Richtung …“ Sie unterbrach ihn. „Haben Sie gar keinen Durst?“ „Äh doch klar.“ „Na also“, erwiderte sie, „Ich warte am Ausgang auf Sie. Lassen Sie sich aber nicht zu viel Zeit, okay? Wir haben beide ganz schön geschwitzt…“. Mit einem Zwinkern verließ sie die Umkleide.
Er nahm langsam das Handtuch von den Hüften und fühlte sich so glücklich, wie lange nicht mehr.